Geschichte



Skischule Bödele

Erster berufsmäßiger Skilehrer Österreichs
Albert Mathies, der bei niemand geringerem als Skipionier Viktor Sohm das Skifahren gelernt hatte, unterrichtete ab 1909 am Bödele, war daher der erste bekannte, berufsmäßige Skilehrer Österreichs überhaupt. (vgl. Thöny, 2012)


Skischulgründer Albert Fetz, ca. 1959



Gründer der Skischule Bödele – Albert Fetz
Albert Fetz, der den Berghof Fetz im Jahre 1958 erbaute und im Jahr darauf eröffnete war der erste Skischulleiter und Gründer der Skischule Bödele. Auch er galt als Skipionier, der mit der damaligen Ausrüstung schon alle möglichen Tricks auf den Skiern versuchte. Der sogenannte ‚Reuelschwung’ demonstriert von Albert Fetz.

Zweiter Skischulleiter am Bödele – Franz Fetz
Albert übergab nach seiner aktiven Zeit die Skischule an seinen Sohn Franz Fetz der die Skischule neben dem Gasthof Hirschen in Schwarzenberg weiterführte. Franz war bis zum Winter 1989/90 Skischulleiter.

Dritter Skischulleiter – Peter Berchtold
Im Winter 1990/91 bekam Peter Berchtold von Franz Fetz das Angebot, die Skischule am Bödele zu übernehmen. Er übernahm den Standort und Sammelplatz Berghof Fetz, baute das heute so beliebte Kinderland nach der Ideologie von Fritz Jenny, dem bekannten Vorarlberger Kinderskipädagogen auf der Passhöhe auf und fand mit dem Übungsgelände an der Oberlose beste Voraussetzungen um eine erfolgreiche Skischule zu betreiben.

Peter Berchtold



In den ersten Jahren war sein Ziel, die Skischule über die Grenzen hinaus bekannt zu machen. Dies gelang anfangs speziell mit den beliebten Kinderskikursen in den Ferien. Mit gut ausgebildeten Skilehrer/innen gelang es bald, im österreichischen und schweizerischen Rheintal und im nahen Bodenseeraum einen hohen Bekanntheitsgrad zu erlangen.

Die Kinderskikurse in den Kinderferien mit Buszubringer von Altach-Hohenems-Lustenau-Hard-Bregenz-Lauterach- Dornbirn waren allseits bekannt und erfreuten sich jeden Winter bester Auslastung. Die Kleinkinderskikurse in der Nebensaison für Kindergartenkinder, hatten bald auch einen festen Platz im Angebot der Skischule.


Vierter und aktueller Skischulleiter – Josef Berchtold
Mit der Saison 2017/18 hat Josef Berchtold offiziell das Ruder in der Skischule übernommen. Josef ist allerdings schon über 10 Jahre in der Skischule tätig und auch für den Marketingstrategischen Auftritt verantwortlich.

Josef & Peter Berchtold



Anfang der 2010er Jahre war es notwendig, die Skischule neu zu positionieren. Denn die Konkurrenz in Form der zahlreichen Skiclubs und Vereinen aus dem Rheintal übernahm, aufgrund von Preisvorteilen, immer mehr Kunden aus dem Kindergruppenkurs Segment. Für die Kunden war der Preisunterschied nicht nachzuvollziehen und so musste sich die Skischule Bödele neu bzw. breiter aufstellen.

Dieser Prozess wurden von Peter und Josef durch Forcierung des Privatkurs Segment angegangen. Ein kleines aber feines Stammlehrerteam wurde aufgebaut und die Gruppenkurse kleiner und somit qualitativ hochwertiger gestaltet. Während dieses Prozesses kam auch der Skiverleih beim Berghof Fetz dazu, wodurch das Angebot komplett wurde. Schnell wurde klar was das zentrale Merkmal dieses Unternehmens war – die ONE STOP SHOP Strategie.

Damit wurde die Marke skibödele geboren, welche die Bereiche Skischule – Verleih – Verkauf unter einem Dach vereint und unseren Gästen ein unkompliziertes und stressfreies Wintersporterlebnis an unserem Bödele bietet!


Skigebiet Bödele

Die Anfänge
Schon am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde am Bödele skigefahren. Seit dem Jahr 1901 entwickelte sich das Bödele zu dem bekanntesten Wintersportplatz im Bodenseegebiet.


Bödele – Wintersportplatz – Hotelanlage, 1932
Quelle: Reproduktion Stadtarchiv Dornbirn, o. Sign.



Otto Hämmerle und sein Alpenhotel Bödele
Otto Hämmerle, Textil Fabrikant aus Dornbirn erwarbt im Jahre 1905 ein altes, einfaches Gasthaus welches er zu einem prächtigen Hotelanlage ausbaute. Was um 1891 als Wirtshäuschen begann entwickelte sich bis 1938 zu dem prächtigen Alpenhotel Bödele (vgl. Abbildung 1). Am 3. Februar 1938 wurde das gesamte Hotel ein Opfer der Flammen und brannte bis auf die Grundmauern nieder.


Motoraufzug am Bödele - Lank, 1907
Quelle: Orig. Stadtarchiv Dornbirn, o.Sign. Verl. Purger & Co, München.



Der erste Skilift der Monarchie
Am Bödele wurde bereits 1907 der erste Skilift der österreichisch-ungarischen Monarchie in Betrieb genommen. Der Schlittenaufzug wurde von einem vier PS starken Puchmotor angetrieben und es darf angenommen werden, dass dies der erste öffentlich zugängliche, bekannte Skilift überhaupt war.


Bödele-Lank, Schlepplift, 1950er Jahre
Quelle: Orig. Stadtarchiv Dornbirn, o. Sign. Foto Franz Beer



Die Wiege des Skisports in den Alpen
Aufgrund dieser frühen, sehr wichtigen Rolle in der Skigeschichte Vorarlbergs kann mit Stolz behauptet werden, dass das Bödele zusammen mit dem Arlberg als Wiege des Schisports in den Alpen bezeichnet werden kann.

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung am Bödele war sicherlich der Bau des 1951 fertiggestellten Lanklift Schleppliftes und die Inbetriebnahme des Hochälpele Schleppliftes im Jahre 1957 welcher als einer der rentabelsten Lifte Österreichs gilt.

In weiterer Folge kamen einige Anlage dazu, wie die Haldenlifte in Schwarzenberg, die aber nur über den Linienbus angebunden sind, und je ein Tellerlift an der Oberlose sowie bei der Weißtanne.